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Paypal-Betrug – Kriminelle nutzen neue Masche zum Abzocken

Paypal-Betrug

Paypal steht immer wieder im Mittelpunkt von Betrugsversuchen. Die Polizei warnt derzeit vor einer neuen Masche, die Kriminell in den letzten Wochen häufiger nutzen. Dabei zocken die Verbrecher unbedarfte Verkäufer ab und erhalten so hochwertige Ware ohne Gegenleistung.

So funktioniert die neue Betrugsmasche

Die neue Masche ähnelt bisherigen Betrugsversuchen. In Details ist sie allerdings noch fieser. Die Kriminellen kaufen über einen Kleinanzeigenmarkt oder auf Auktionsplattformen hochwertige Waren für eine große Geldsumme. Meistens handelt es sich um vierstellige Beträge. Sie kontaktieren den Verkäufer kurz danach und erklären, dass Sie das Geld per Paypal anweisen. Die Ware solle bitte an einen Verwandten oder Bekannten mit abweichender Anschrift verschickt werden. Dabei nutzen die Kriminellen gern Adressen aus dem Ausland wie zum Beispiel aus Großbritannien.

Nun folgt der eigentliche Betrug. Kommt das Geschäft zustande, senden sie kurz danach eine gefälschte E-Mail (Beispiel hier) mit angeblicher Zahlungsbestätigung. In dieser weist Paypal den Verkäufer darauf hin, dass der Zahlungsdienst das Geld vorerst treuhänderisch zurückhält und erst nach einem in kurzer Zeit zu erbringenden Nachweis der Posteinlieferung überweist. Die E-Mail trägt einen Absender wie zum Beispiel paypal@confirmtransactions.com.

Abzocke: Vorgang wirkt wie Käuferschutz

Dieses Vorgehen klingt sehr nach dem typischen Käuferschutz von Paypal. Allerdings ahnt der Verkäufer nicht, dass es sich um eine Falle handelt. Denn die Adresse gehört weder zu Paypal, noch haben die Käufer überhaupt Geld einbezahlt. Die E-Mail ist eine Fälschung.

Geht der Verkäufer auf diese Forderung ein, sendet er die Ware ab, ohne jemals Geld zu bekommen. Ein Rückruf der Postsendung ist faktisch nahezu unmöglich. Die Betrüger erhalten die Ware ohne Gegenleistung.

Achtung: Der Käuferschutz von Paypal ist im regulären Handel verbreitet und vereinzelt fragt der Zahlungsdienst auch nach Nachweisen. Allerdings im Normalfall erst bei einem Disput, nicht bereits vorab. Der Nachweis eines Sendungsbelegs ist daher ein Warnsignal.

Aufgepasst: Kriminelle fälschen E-Mails und Links

Verkäufer sollten wachsam sein. Bei Zeitdruck, abweichender Lieferanschrift oder zweifelhafte Äußerungen ist Vorsicht geboten. Insbesondere sollten Verkäufer keine Links anklicken. Zahlungseingänge sollten sie stets in ihrem Paypal-Konto überprüfen. Dort sind die Transaktionen und der aktuelle Status aufgelistet. Wichtig: Die Internetadresse sollte immer manuell eingegeben werden, um nicht auf Fake-Seiten hereinzufallen.

Die bisher bei diesen Betrugsfällen genutzten E-Mail-Adresse sowie die Webseiten sind allesamt gefälscht. Betroffene sollten sich an die Polizei wenden, im Falle von bereits verlorenen Waren durch Lieferungen nach Großbritannien bietet die dortige Polizei außerdem ein besonderes Webportal zur Klärung des Falles.

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