Smartphone Ubuntu Edge – Crowdfunding-Finanzierung mit Rekord und Zeitdruck

Crowdfunding-Finanzierung des Smartphone Ubuntu Edge mit Rekord und Zeitdruck

Mark Shuttleworth, Multimillionär und Inhaber des Unternehmens Canonical, kündigte ein Smartphone an, das „die alleraufregendsten Innovationen vereint, die zwar schon real, aber gerade mal am Horizont sichtbar sind„. Es soll wesentlich mehr internen Speicher (128 GB) und Arbeitsspeicher (4GB) als die derzeitigen Spitzengeräte haben, soll dank neuer Technik einen leistungsfähigeren Akku besitzen (Lithium-Ionen-Akku mit Silizium-Anoden). Zudem soll das Gehäuse aus einem einzigen Metallstück bestehen, das Display aus Saphir-Kristall.

Das Smartphone soll Dual-Boot-fähig sein, es soll mit einer Version des Open-Source-Betriebssystems Ubuntu (Linux-Distribution) laufen. Alternativ soll darauf Android gestartet werden können. Eine Schnittstelle für einen Computermonitor soll es ermöglichen, dass das Smartphone auch als vollwertiger Desktop-Computer genutzt werden kann.

Diese Vision will Shuffleworth per Crowdfunding finanzieren lassen. Bei diesem Finanzierungsmodell sind die zukünftigen Nutzer die Kapitalgeber. Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo sammelt er deshalb seit dem 22. Juli von jedem potentiellen Käufer 695 € US-Dollar. 32 Millionen US-Dollar sollen innerhalb von 30 Tagen zusammenkommen. Bereits nach etwa acht Stunden waren die ersten 2 Millionen gesammelt. Nun ist ein Betrag von 10,4 Millionen US-Dollar überschritten. Das ist ein neuer Rekord, die Smartwatch Pebble war bisher die erfolgreichste Crowdfundig-Aktion.

Jedoch ist das Ziel von 32 Millionen US-Dollar noch weit entfernt und die Zeit ist knapp. Sollte der Betrag tatsächlich innerhalb der nächsten sechs Tage erreicht werden, möchte Canonical eine limitierte Stückzahl von 40.000 Geräten produzieren lassen, die im nächsten Jahr exklusiv an die Indiegogo-Finanziers ausgeliefert werden sollen. Falls nicht, erhalte jeder Unterstützer sein Geld zurück, verspricht das Unternehmen.

Update vom 22.08.2013

Die Crowdfunding-Aktion endete mit einem Betrag von 12.809.906 US-Dollar. Sie verfehlte damit ihr Ziel von 32.000.000 US-Dollar um rund 20 Millionen US-Dollar. Mark Shuttleworth teilte auf Indiegogo.com mit, der Zahlungsdienstleister PayPal habe versichert, allen Geldgebern innerhalb von fünf Tagen die gezahlten Beträge zurück zu überweisen. Die Kampagne habe auch bewirkt, dass Ubuntu als Smartphone-Betriebssystem in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit erlangte.

Weitere Informationen
Keon und Peak – Mozilla stellt erste Smartphones mit Firefox OS vor (telespiegel-News vom 23.01.2013)
Smartphone-Betriebssysteme

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