Vorsicht Falle – Vodafone lässt sich Router teuer bezahlen

Vodafone

Bei Vodafone kommt es ab sofort zu einer einschneidenden Änderung. Zukünftig können Kunden Modems bzw. Router nicht mehr für eine einmalige Gebühr kaufen, sondern müssen diese mieten. Jedoch stellt Vodafone bei verspäteter Rückgabe nach Vertragsende den vollen Neupreis in Rechnung.

Roter bei Vodafone: Kleine Änderungen haben große Wirkung

Bisher konnten Kunden bei Vodafone DSL gegen eine Einmalzahlung eine Fritz!Box bekommen. Diese blieb nach Vertragsende im Besitz der Nutzer. Dieses Prinzip ändert Vodafone derzeit. Schon jetzt können im Bestellprozess für DSL-Verträge Router gegen einen Mietpreis ausgewählt werden. Bei vielen Tarifen gibt es als Aktionsangebot derzeit einen kostenlosen Mietrouter wie die EasyBox 804. Diese Aktion ist jedoch befristet. Optional können die Kunden jedoch auch eine leistungsstärkere Alternative wie die Fritz!Box 7490 wählen. Diese kostet aktuell 5 Euro pro Monat. Andere Geräte stehen ebenfalls nur noch zur Miete zur Verfügung.

Vodafone: Bei verspäteter Geräte-Rückgabe wird es teuer

So komfortabel das Mieten der leistungsstarken Geräte erscheint, gibt es einen Haken. Denn bei Vertragsende müssen die Geräte anders als bei der bisherigen Regel mit Einmalzahlung zurückgegeben werden. Soweit ist dies im Rahme eines Serviceangebots noch nachvollziehbar. Kommt der Kunde jedoch bei der Rückgabe in Verzug, berechnet Vodafone für den vermieteten Router den Neupreis. Das bedeutet: Die bisher gezahlten Mietbeträge rechnet das Unternehmen nicht an.

Aus Sicht der Kunden grenzt dies an Abzocke. Denn bei einem Zweijahresvertrag zahlt der Kunde bei 5 Euro Monatsmiete bereits 120 Euro. Nach zwei Jahren ist das Gerät aber weder neu, noch dürfte der Handelspreis sich gehalten haben. Einige Geräte sind sogar schon jetzt günstiger als 120 Euro. Zum Vergleich: Aktuell liegen die Fritz!Box 7490 beim Verkaufspreis von 199,90 Euro und die EasyBox 804 bei einem Neupreis von nur 99,90 Euro. Bei anderen Geräten ist es ähnlich.

Kunden sollten daher unbedingt nicht nur nach Vertrag rechtzeitig an die Rücksendung denken, sondern schon vorab scharf nachrechnen. Häufig ist es günstiger, einen eigenen Router nutzen. Dies ist ab Sommer möglich. Bis dahin müssen die Anbieter den sogenannten Routerzwang abschaffen. Vor diesem Hintergrund erscheint der Vorstoß von Vodafone zusätzlich diskussionswürdig. Denn es bleibt das Gefühl, das Unternehmen möchte vorab noch Kunden für ein langfristiges Mietpreismodell gewinnen, um daran kräftig zu verdienen.

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5 Kommentare

  1. Hallo, ich bin echt Fassungslos, sie möchten tatsächlich für einen seit mehreren Jahren gemieteten Router bei nicht Abgabe 160,00€ Nein sorry mit solch einem Wucher möchte ich zukünftig nichts mehr zu tun haben! Ekelhafte Abzocke
    Ich hab den Router vier Jahre gehabt…

  2. Das grenzt an Kriminalitaet!!! Man darf den Router auch nicht zu frueh und nicht zu spaet zurueckschicken… 200 Euro anschliessend fuer einen Kabelrouter verlangt, weil wir ihn ja nicht zurueck geschickt haben… Nachdem wir umgezogen sind haben Vodafone es an die falsche alte Adresse geschickt und dann noch mal schnell 200 Euro gemacht. Das ist kriminell!!!!

  3. Mein Vater ist auch in die „Routerrückgabefalle“ reingetappt, die Vodafone hier sorgfälltig und rechtssicher aufgebaut hat.
    Viele Jahre lang hat Vodafone für eine quälend langsame 1 Mbit Leitung den vollen Monatsbeitrag kassiert (wie in der Branche allgemein üblich). Nun wurden endlich Glasfaserleitungen verlegt und mein Vater konnte den Anbieter wechseln.
    Router zurückgeschickt, aber das 2-Wochenzeitfenster verpasst. Vodafone verweigert die Annahme und berechnet den Neupreis von 99,90 Euro. Seinem Rechtsempfinden nach war dieses Vorgehen nicht in Ordnung und er ließ den Betrag zurückbuchen. Vodafone-Inkasso fordert jetzt 170 Euro von ihm.

    Die Foren sind voll mit genau diesem Ablauf, Vodafone verdient blendend mit dem Rücksendezwang ihres Elektronikschrottes.

  4. Weitaus wichtiger für uns Kunden ist der folgende Nachsatz in den AGB: „Ihnen bleibt der Nachweis unbenommen, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.“ Mit Schaden sind die z.b. 99,90 Euro gemeint, die Vodafone in Rechnung stellt.

    Es handelt sich hier rechtlich gesehen um die Regelung eines Schadenersatzes. Ein Schaden entsteht Vodafone in der Tat, wenn das Gerät nicht zurückgegeben wird. Zu klären wäre dann, wie dieser Schaden beziffert werden kann. Es kann eigentlich nur der Wert des Gerätes zum Zeitpunkt des Vertragsendes sein – oder, im Falle, dass das Gerät doch noch, aber verspätet zurückgeschickt wird, eine Ausgleichszahlung für die über das Vertragsende hinausgehende Nutzung.

    Der Marktwert eines ein halbes Jahr alten Gerätes liegt laut Ebay-Kleinanzeigen übrigens bei 25,00 EUR bis maximal 50,00 EUR. Informiert Euch, lasst Euch das nicht gefallen!

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