Apple – großes Reinemachen im App-Store

Apple

Apple soll derzeit in seinem App-Store aufräumen. Bis zu einer sechsstelligen Anzahl von Apps sind dabei, aus dem Angebot gestrichen zu werden. Darüber berichtet das Online-Magazin Techcrunch. Vordergründig ist das ein Plus an Sicherheit. Denn viele Apps sind fragwürdig. Hintergründig befürchten Entwickler aber, dass auch Baukasten-Apps aus dem Angebot fliegen, wodurch individuelle Apps für kleine Unternehmen technisch und finanziell teurer werden würden.

Apples Entwicklerregeln sind Basis für das Löschen

Apple orientiert sich an den eigenen App Store Review Guidelines – an den Entwicklerregeln. Diese sollen unter anderem die Verbreitung von Klonen bekannter Apps sowie Spam-Apps verhindern. Entsprechend sind unter anderem solche Angebote im Fokus, die inhaltliche Kopien von erfolgreichen Apps sind. Denn immer wieder versuchen Entwickler mit fragwürdigen Apps auf den Zug erfolgreicher Anwendungen aufzuspringen. Dabei gehen sie nicht immer mit lauteren Mitteln vor, sondern kopieren Programmcodes oder setzen aggressive Werbung ein. Solche Apps stehen derzeit in riesiger Zahl auf dem Prüfstand. Gleiches gilt für Angebote mit aggressiven In-App-Verkäufen. Für Nutzer ist dieses Säubern daher grundsätzlich ein Vorteil.

Apple-Apps: Baukastensysteme sind gefährdet

Die Richtlinien für Entwickler sehen außerdem vor, dass kommerzielle App-Generatoren, also Template-Angebote und Baukastensysteme, zurückgewiesen werden. Die Qualitätssicherung bei Apple soll derzeit verstärkt solche Apps und darauf basierende Angebote aus dem Store löschen. Das klingt zunächst unspektakulär, wird aber von Entwicklern argwöhnisch beobachtet. Denn Services wie PhoneGap und TapJet erlauben es, sich App-Funktionen regelrecht zusammenzuklicken oder vorhandene Abläufe in die eigenen Entwicklungen zu integrieren. Ein Wegfall solcher Apps und der darauf basierenden Angebote wäre speziell für kleine Unternehmen und Anbieter ein herber Schlag. Denn die App-Entwicklung wird dann wieder teurer und technisch herausfordernder.

Auch 32-Bit-Apps vor dem Aus

32-Bit-Apps werden sehr wahrscheinlich ebenfalls aus dem Angebot verschwinden. Apple hatte bereits angekündigt, dass diese nicht mehr von den neuen iOS-Versionen unterstützt werden, da diese auf einer 64-Bit-Architektur laufen. Entsprechend wäre der Schritt konsequent, die veraltete Software aus dem Store zu entfernen. Nicht zwingend nachvollziehbar ist dagegen das mögliche Löschen von Apps mit extrem geringen Downloadzahlen. Auch hier wären wieder Nischenangebote und potenziell kleine Anbieter betroffen. Wie stark Apple jedoch im eigenen Angebot wirklich aufräumt, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen.

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