Kostenlos telefonieren per R-Talk – Auf Rechnung des Angerufenen

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Vor kurzem wurden wir per TV-Werbung auf einen Dienst aufmerksam gemacht, der kostenloses Telefonieren verspricht: R-Talk. Rund um die Uhr kann der Anrufer mit dem Handy, einem Festnetztelefon, von einer Telefonzelle und aus dem Ausland alle deutschen Dt. Telekom Festnetzanschlüsse gratis anrufen. Allerdings ist nicht sofort ersichtlich, dass das Telefonat nur für den Anrufer kostenlos ist. Der Minutenpreis von 1,32 € (2,2 Cent/Sek.) für die über eine kostenlose 0800-Nummer erstellte Verbindung wird verschwiegen. Für den kommt der Angerufene auf, denn es handelt sich um Verbindungen per R-Gespräch. Damit sind die Kosten für den Angerufenen wesentlich höher als die Gebühren für ein normales Gespräch.

Zwar wird der zahlende Teilnehmer vor Annahme des R-Gesprächs über diese Tatsache informiert und er erfährt auch, wer ihn erreichen möchte. Doch wie viel dieses Gespräch kosten wird, erklärt die Stimme vom Tonband erst nachdem bereits die Möglichkeit bestand, zu entscheiden ob er das Gespräch annimmt oder nicht.

In Notfällen ist es sicher von Vorteil, einen anderen per R-Gespräch erreichen zu können, es bleibt zu wünschen dass die Servicenummer mit Rücksicht auf den Angerufenen verwendet wird. Insgesamt halten wir dieses für ein sehr fragwürdiges Angebot, denn der Verbraucher wird nicht ausreichend über alle Aspekte dieses Dienstes informiert. Hinzu kommt, dass die Werbung im TV und dem Videotext dem potenziellen Teilnehmer assoziiert, der Dienst sei tatsächlich völlig kostenlos.

Inzwischen bietet R-Talk den Verbrauchern die Möglichkeit, Telefonnummern für den Dienst sperren zu lassen und sich damit vor unerwünschten R-Gesprächen über R-Talk zu schützen.

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