Das unerwünschte Monatsabo – Vorsicht bei Bestellung von Klingeltönen

falle

Aufmerksame Fernsehzuschauer können dabei nur den Kopf schütteln: in hippen TV-Werbespots werden Klingeltöne, Handyspiele und Logos angeboten, die Handy-Inhaber über eine Mehrwertdienste-Rufnummer abrufen können. Dass die einmalige Versendung einer Anforderung eigentlich die Bestellung eines Abonnements ist, wird potenziellen Käufern jedoch lediglich in kleiner Schrift am unteren Rand des Bildschirms mitgeteilt. Dort ist auch die Antwort auf die Frage zu finden, wie es wieder gekündigt werden kann. Über die tatsächlichen Kosten wird oft nur versteckt aufgeklärt, wenn es darum geht, Klingeltöne an den Mann oder die Frau zu bringen. Es liegt also in den Händen des Kunden, sich über die anfallenden Kosten zu informieren. In einem kurzen Fernsehspot ist es jedoch oft nicht einfach, die wirklich wichtigen Informationen zu entdecken, wenn sie als kleine Schrift vor einem Hintergrund mit ähnlicher Farbe aufgeführt sind.
Dabei ist ein Preisvergleich durchaus ratsam. Viele Angebote kosten bis zu 4,98 € pro Klingelton. Insbesondere Handyspass, der über eine 0190-Rufnummer bestellt werden soll, kann unerwartet hohe Kosten verursachen. Schließlich lassen sich die Anbieter jede Gesprächsminute teuer bezahlen.

Das Telekommunikationsmagazin connect hat sich in seiner aktuellen Ausgabe mit diesem Thema beschäftigt. Es rät Handy-Nutzern, die unwissentlich ein Abonnement bestellt haben, sich mit einer Beschwerde an den Anbieter zu wenden und Rückerstattung der angefallenen Kosten zu fordern.
Vor dem Kauf eines Klingeltons sollten sich Interessenten über den Preis informieren und selbstverständlich das Kleingedruckte lesen. Der Durchschnittspreis eines Klingeltons liegt bei 1,99 €, berichtet das Magazin. Die Angebote, für die in Fernsehspots geworben wird, seien oft wesentlich teurer. Am besten sei es, Klingeltöne bei den Netzbetreibern oder einem seriösen Anbieter bestellen. Dort werden die Preise nämlich transparent angezeigt, ein monophoner Klingelton kostet nur 99 Cent, ein polyphoner Klingelton ist für 1,49 € zu haben. Außerdem kann sich der Kunde sicher sein, dass es bei einer einmaligen Bestellung bleibt und seine Daten nicht an Dritte weitergegeben werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


siebzehn − 2 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Onlinebanking

PSD2 – Online-Zahlungen werden sicherer, aber komplizierter

Im September 2019 treten neue Regelungen entsprechenden der PSD2 in Kraft. Dazu zählt auch die sogenannte starke Kundenauthentifizierung. Bank- und Zahlungsdienstleister-Kunden müssen sich dann bei einer Zahlung durch einen... mehr
urteile-internet

Urteil – Posten von Fotos einer Ausstellung in Facebook-Gruppe

Ein Facebook-Nutzer nahm Fotos von Exponaten einer Ausstellung auf und postete sie in einer geschlossenen Facebook-Gruppe. Die Exponate seinen Teil eines Sammelwerkes und die Fotos der Öffentlichkeit zugänglich gemacht word... mehr
Telekom Speedbox

Die neue Speedbox – Mobiler Hotspot der Telekom

Die neue Speedbox ist ein mobiler Hotspot der Telekom, den es mit zwei unterschiedlichen Tarifen gibt. Sie bietet Kunden LTE-Geschwindigkeiten und den Anschluss von Endgeräten per LAN oder WLAN. Die Akkulaufzeit beträgt bis... mehr
geld

Verbotene Internet-Casinos – Deutsche Banken verdienen mit

Online-Casinos sind in Deutschland illegal. Doch die Betreiber argumentieren, das Verbot verstoße gegen EU-Recht. Dass dies nicht so ist, ist in einem Urteil nachzulesen. Doch die Behörden setzen das Verbot nicht ausreichen... mehr
Bundeskartellamt

Facebook – Bundeskartellamt beschränkt Datenzusammenführung

Das Bundeskartellamt hat Facebook eine Zusammenführung der Nutzerdaten aus seinen Diensten und Webseiten Dritter verboten. Erst wenn der Nutzer dem explizit zustimmt, dürfen die Daten miteinander zu einem Datensatz verfloch... mehr
Bitcoin

Gründer von Kryptogeldbörse tot – Kein Passwort für Kundenguthaben

Es wurde der plötzliche Tod des 30-jährigen Gründers der Kryptogeldbörse Quadriga CX gemeldet. Es heißt, er habe als einziger das Passwort, den Private Key, für den Bereich gekannt, in dem die Kundengelder liegen. Nun s... mehr