Mehr Gespräche mit dem Handy – Trotzdem rückläufiger Umsatz der Mobilfunkanbieter

Mehr Gespräche mit dem Handy - Trotzdem rückläufiger Umsatz der Mobilfunkanbieter

Noch vor einigen Jahren waren Telefonate mit dem Handy verhältnismäßig teuer. Deshalb nutzten die meisten Kunden eher das Festnetz-Telefon oder verzichteten auf ein Telefonat. Die sinkenden Preise in dem Mobilfunkbereich und auch die zahlreichen günstigen Angebote für Handy-Flatrates und Mobilfunktarife mit Inklusivminuten änderten das.

In dem letzten Jahr telefonierten die Deutschen 180 Milliarden Minuten mit dem Handy. Das ist ein Anstieg um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr und fast doppelt so viel wie fünf Jahre zuvor. Umgerechnet auf die Gesamtzahl der Mobilfunkkunden bedeutet das, dass jeder durchschnittlich 3,5 Stunden pro Monat mit dem Handy telefoniert. Das sind 42 Stunden pro Jahr. In diesem Jahr rechnet der Branchenverband Bitkom mit einem Anstieg auf insgesamt 192 Milliarden Gesprächsminuten in dem deutschen Mobilfunk.

Zwei Drittel dieser Gesprächsminuten wird derzeit von einer Handy-Flatrate abgedeckt. Die Nutzer zahlen also nicht zusätzlich für diese Telefonate, weil die Gesprächskosten zum Pauschaltarif abgerechnet werden. Obwohl das Volumen der Gesprächsminuten in den Mobilfunknetzen steigt, sinken deshalb die Einnahmen der Mobilfunkanbieter in diesem Bereich. Sie fielen im letzten Jahr um 2,2 Prozent. Es wird für das Jahr 2011 ein Rückgang um 3,5 Prozent auf einen Erlös von 15,8 Milliarden Euro erwartet. Die Telefonminuten im Festnetz stagnieren hingegen nahezu bei jährlich 200 Milliarden Minuten.

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