Telekom – bundesweiter Routerausfall legt Anschlüsse lahm

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Seit Sonntag Nachmittag kommt es im Netz der Telekom zu massiven Störungen bis hin zum Totalausfall. Die Probleme manifestieren sich durch lahme Internetleitungen, temporären Wegfall der Telefonverbindungen sowie Störungen beim IP-Fernsehen. Viele Nutzer klagen sogar über einen kompletten Ausfall des Anschlusses. Die Ursache der Störung ist bisher nicht beseitigt, zumal es kein reproduzierbares Fehlerbild gibt. Die Telekom hat derweil ein Softwareupdate in das System eingespielt, das die Störungen zu lindern scheint. Betroffene können nach Aussagen des Anbieters versuchen, den Router für eine Minute vom Netz zu nehmen, um einen technischen Reset zu produzieren. Aber auch danach läuft es nicht bei allen der rund 900.000 betroffenen Kunden besser.

Telekomstörung – was ist passiert?

Bisher ist völlig unklar, was die Störungen verursacht hat. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung zitiert die Telekom, dass möglicherweise ein Hackerangriff Ursache des Problems sein könnte. Dies wäre ein denkbares Szenario. Denn die Telekom hat weite Teile ihres Netzes auf IP-Technik umgestellt. Diese ist deutlich leistungsstärker sowie für Kunden und Unternehmen komfortabler zu warten, eröffnet aber Hackern neue Angriffspunkte. Ob tatsächlich ein Angriff auf das Netz Ursache für die Störung ist, bleibt vorerst Spekulation.

Betroffen sind Kunden aus der gesamten Bundesrepublik. Zwar häufen sich in Ballungsgebieten die Zahlen von Störungen, das liegt jedoch in erster Linie an der Kundenverteilung. Die absoluten Zahlen spiegeln daher nach Aussagen der Telekom die relative Kundenverteilung wieder. Es gibt demnach keine Schwerpunkte in Ballungsgebieten, sondern im gesamten Land treten Störungen gleichermaßen auf.

Störungen beim Anschluss – wie können Kunden reagieren?

Nach Aussagen der Telekom sollen Kunden ihren Router vom Stromnetz kappen und nach einer Minute wieder anstellen. Das sorgt dafür, dass der Anschluss fehlerhafte Konfigurationen durch Neueinwahl beseitigen kann. In einigen Fällen hilft das tatsächlich, in anderen scheinbar nicht.

Offenbar lassen sich die Probleme zumindest in der Häufung auf verschiedene Router zurückführen, die anfälliger für das Problem zu sein scheinen. Während die Modelle der FRITZ!Box oder Seaport Smart offenbar weniger betroffen sind, kommt es nach Äußerungen von Kunden vermehrt zu Problemen bei Router-Modellen wie W921V, W724V und W723V. Diese Häufung hat die Telekom bisher allerdings nicht bestätigt. Sie spricht von einem uneinheitlichen Fehlerbild.

Die Telekom arbeitet derweil an einer bundesweiten Störungsbeseitigung, die jedoch frühestens im Laufe des Tages greifen können soll. Kunden sollten bis dahin den Anweisungen der Telekom folgen. Schafft dies keine Abhilfe, ist es ratsam, sich an den Kundenservice zu melden, um ggf. von diesem Problem abweichende andere Störungen isoliert beheben zu können. Dazu stehen seit heute zwei neue Serviceleistungen zur Verfügung. Kunden können sich jetzt mit dem gleichen Berater noch einmal verbinden lassen und sich außerdem bei vorübergehend besetzten Kundenservice-Plätzen zurückrufen lassen, ohne in einer Warteschleife hängen zu müssen.

Update

„Sicher ist inzwischen nach Aussage des Pressesprechers der Telekom, dass es sich um keine Störung im Netz handelt, sondern das Problem durch Router verursacht ist. Ob Hardware oder Software die Quelle sind und wie der Fehler entstand, ist noch unklar.“

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