Vodafone Kabel – Holpriger Tarifwechsel auf Eazy

Vodafone Kabel – Holpriger Tarifwechsel auf Eazy

Seit dem 01. Juli 2020 gibt es ein neues Produkt für Kabelinternet-Kunden, das in dem Kabelnetz von Vodafone verfügbar ist. Es nennt sich Eazy und kann im Fachhandel und auf der Website eazy.de gebucht werden. Das Besondere an diesem Produkt ist der Preis. Beide Eazy-Tarife beinhalten eine Internetflatrate und einen Telefonanschluss mit minutengenauer Abrechnung. Der Tarif Eazy 20 ist für monatlich 13,99 € erhältlich, der Tarif Eazy 40 kostet monatlich 17,99 € bei jeweils 24 Monaten Mindestvertragslaufzeit. Für 5,- € pro Monat kann eine Festnetz-Flatrate hinzu gebucht werden. Einen Kabel-WLAN-Router gibt es gratis für die Dauer der Vertragslaufzeit dazu.

Bei Eazy handelt es sich jedoch um keinen neuen Kabelinternetanbieter. Es ist, und das ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, eine Vertriebsmarke von Vodafone. Kunden, die von Vodafone Kabel zu einem der Eazy-Tarife wechseln, nutzen weiterhin das Vodafone-Kundenportal mit denselben Zugangsdaten, ihre Kundennummer ändert sich nicht und der Tarifwechsel wird von Vodafone auch als solcher bezeichnet.

Problematischer Tarifwechsel

Dass ein solcher Tarifwechsel problembehaftet sein kann, musste Frau M. aus Hannover (Name der Redaktion bekannt) erfahren. Frau M. ist eine langjährige Kundin von Vodafone Kabel. Im Februar 2021 wechselte sie online über eazy.de von dem Kabelprodukt „Internet & Telefon“ zu dem Kabelprodukt „eazy“. Im Anschluss erhielt sie eine Tarifwechselbestätigung von Vodafone zum 31. Mai 2021.

Der Tarifwechsel fand wie angekündigt am 31 Mai statt. Der Frau M. zugesandte Router musste jedoch zunächst wegen Defekts durch einen Techniker ausgetauscht werden, wurde dann angeschlossen und der bisherige Router zurückgesandt. Jedoch wurde der Kundin in der Rechnung für den Monat Juni noch immer der Tarif „Internet & Telefon“ und die Miete des bisherigen Routers berechnet.

Frau M. rief die Vodafone-Kundenhotline an, woraufhin der Tarifwechsel nochmals hinterlegt wurde, jedoch erst zum Folgemonat. Das, so sagte die Mitarbeiterin, sei anders nicht möglich. In der Vodafone-Rechnung für den Monat Juli war nun der richtige Tarif hinterlegt und es erfolgten einige Gutschriften für den Monat Juni.

Aktivierungsgebühr ohne Aktivierung

In der Rechnung für den Monat Juli wurde ebenfalls eine Aktivierungsgebühr in Höhe von 49,99 € aufgeführt, obwohl es sich laut diverser Vodafone-E-Mails um einen Tarifwechsel, nicht um einen Neuanschluss handelte. Dieser Tarifwechsel sei kostenfrei, versicherte Frau M. auf Nachfrage auch eine der Vodafone-Mitarbeiterinnen, die aufgeführte Aktivierungsgebühr falle in diesem Fall nicht an.

Frau M. rief erneut bei der Vodafone-Hotline an und bat unter anderem um die Gutschrift der berechneten Aktivierungsgebühr in Höhe von 49,99 €. Dies wurde ihr zugesagt, ebenfalls wie einige Gutschriften aus Kulanz für den Zeitaufwand und die entstandenen Unannehmlichkeiten. In den folgenden Rechnungen waren jedoch keine Gutschriften aufgeführt.

Mehrfache Telefonate ohne Ergebnis

Insgesamt kontaktierte Frau M. das Unternehmen wegen dieses Vorgangs acht Mal, zwei Mal wegen des ihr defekt von Vodafone zugesandten Routers und sechs Mal wegen des fehlerbehafteten Tarifwechsels. Immer wiederholte sie den Sachverhalt, bat um Klärung und erhielt jedes Mal die Zusage, dies werde nun geschehen. Auch Zusagen, der Mitarbeiter werde den Sachverhalt klären und sich am nächsten Tag telefonisch bei ihr melden, wurden nicht eingehalten. Schließlich wandte sich Frau M. an den telespiegel, der die Pressestelle von Vodafone kontaktierte und um Stellungnahme bat.

Vodafone kontaktiert Kundin und klärt Sachverhalt

Schon am nächsten Tag kontaktierte Vodafone die Kundin und entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten. Tatsächlich habe es einige Schwierigkeiten gegeben, die nun geklärt werden sollten. Der durch den Techniker zurück gegebene, defekte Router sei versehentlich als Widerruf des neuen „Eazy“-Tarifs gewertet und der bisherige „Internet & Telefon“-Tarif deshalb weitergeführt worden. Deshalb habe der Tarif erneut hinterlegt werden müssen.

Die Aktivierungsgebühr falle tatsächlich nicht an und werde Frau M. gutgeschrieben, versprach Vodafone. Jedoch würde im Rahmen des Tarifwechsels und des damit verbundenen Wechsels der Hardware eine Gerätepauschale in Höhe von 29,99 € fällig. Auf diese verzichte Vodafone nun jedoch aus Kulanz.

Auch die ihr versprochenen Gutschriften als Wiedergutmachung für die Unannehmlichkeiten erhalte Frau M. nun. Zudem entschuldigte Vodafone sich für die Erfahrungen, die Frau M. mit der Kundenhotline gemacht hat.

Gutschriften erfolgen im Folgemonat

In der Rechnung für den Monat Oktober soll Frau M. nun also die Aktivierungsgebühr in Höhe von 49,99 € gutgeschrieben werden, die Gerätepauschale nicht berechnet werden und sie soll eine Gutschrift aus Kulanz erhalten. Diese Beträge, erklärte Vodafone, würden mit den kommenden Rechnungen verrechnet.

Frau M. rät trotz ihrer Erfahrung nicht von einem solchen Tarifwechsel ab. „Die Eazy-Tarife für Kunden in dem Vodafone-Kabelnetz sind sehr günstig. Weil ich eine Mobilfunkflatrate nutze, brauche ich auch eigentlich keinen Festnetz-Telefonanschluss. Für mich ist es das ideale Internetprodukt und da nun alles geklärt ist genieße ich es, jeden Monat nur noch rund die Hälfte für meinen Internetanschluss zu zahlen.“

1 Kommentar

  1. Das ist ja Klasse!!!

    Ich habe es ähnlich erwischt. Ich hatte mein Vodafone Kabel Internet Vertrag zum 2.Juli gekündigt und mich zeitgleich schon für EAZY interessiert und den Vertrag dort abgeschlossen. Dort stand, ich würde einen neuen Kabelrouter mit WLAN kostenlos bekommen und hätte nur 9,99€ Versandkosten dafür und 49,99€ Aktivierungsgebühr, die als Amazongutschein wieder einlösbar wären.
    Nunja, mit Abschluss des EAZY Vertrages, kam von Vodafone die Information, die Kündigung sei storniert und es handelt sich nun um einen Tarifwechsel. Damit verbunden muss ich meinen 4 Jahre alten Kabelrouter ohne WLAN! behalten.

    Glücklicherweise hatte Vodafone meinen alten Router scheinbar pünktlich zur Kündigung „abgeschaltet“. Am Samstag den 3.7.21 ging ich davon aus, am nächsten Tag wird es wieder funktionieren. War aber nicht so. Also etwas Zeit mit der Hotline verbracht und die sagten mir, der Router sei nicht mehr zu erreichen und ich bekomme einen neuen. An der Stelle hielt ich es für angemessen denen gleich mitzuteilen, dass mir ein kostenloser WLAN Router versprochen wurde.
    Am Dienstag traf der Router ein und funktionierte auch sofort nach dem Verbinden mit dem Kabelanschluss.

    Auf meiner Juli Rechnung stand am Ende:
    Anteilige Abrechnung ihrer Servicegebühr Red Internet & Phone 1.7.-2.7. 1,93€
    Anteilige Abrechnung ihrer Servicegebühr EAZY40 3.7.-31.7. 16.83€
    Aktivierungsgebühr 3.7.21 49,99€

    Es wunderte mich schon das es überhaupt eine Aktivierunggebühr dafür geben sollte, aber ich rechnete noch mit dem Amazongutschein dafür. Nun, drei Monate später, wurde ich eines besseren belehrt. Der Gutschein gilt nicht für Kunden, die von Vodafone Kabel kommen.

    Somit werde ich nun versuchen die Aktiverungskosten bei Vodafone zurück zu fordern.

    Ich halte euch auf dem laufenden…

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


8 + fünf =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Elektroschrott – neue Rücknahme-Pflicht tritt am 1. Juli in Kraft

Elektroschrott

Neue Rücknahme-Pflicht tritt am 1. Juli in Kraft

Deutschland gehört zu den zehn Ländern weltweit, die jährlich am meisten Elektroschrott verursachen. Ab dem 1. Juli können Altgeräte nun auch in Discountern und Lebensmittelläden abgegeben werden. Hierdurch soll eine verbraucherfreundliche Rückgabemöglichkeit geschaffen werden. […]

Verbraucherschutz – ab dem 1. Juli ist der Kündigungsbutton Pflicht

Verbraucherschutz

Ab dem 1. Juli ist der Kündigungsbutton Pflicht

In wenigen Tagen tritt eine neue Regelung in Kraft, die den Verbraucherschutz weiter stärken soll. Unternehmen, die Vertragsabschlüsse über ihre Webseite anbieten, müssen dann einen sogenannten Kündigungsbutton einrichten, der die Kündigung erleichtern soll. […]

Betrugsmasche in Facebook – Trickbetrüger geben sich als Prominente aus

Betrugsmasche in Facebook

Trickbetrüger geben sich als Prominente aus

Im Glauben daran, eine Familienbeihilfe in Höhe von 30 000 Euro zu erhalten, überwies eine Seniorin aus der Nähe von Hannover mehr als 2 200 Euro an Betrüger. Diese hatten sich zuvor auf Facebook als bekannter Politiker ausgegeben. […]

Telegram-Premiumversion – exklusive Features gegen monatliche Gebühr

Telegram-Premiumversion

Exklusive Features gegen monatliche Gebühr

Telegram geht als erster großer Messenger-Dienst den Schritt und führt eine kostenpflichtige Premium-Version ein. User, die diese Mitgliedschaft abschließen, können auf exklusive Features zurückgreifen, die in der Basisversion nicht zur Verfügung stehen. Auch WhatsApp könnte bald auf ein ähnliches Modell setzen. […]