Bundesnetzagentur – Überprüfung der Resale DSL-Entgelte eingestellt

Bundesnetzagentur - Überprüfung der Resale DSL-Entgelte eingestellt

Wenn die Dt. Telekom anderen Anbieter einen DSL-Anschluss zur Verfügung stellt, damit der Mitbewerber ihn an seine Kunden weiterverkaufen kann (Resale), stellt die Dt. Telekom dem anderen Unternehmen für die Überlassung Entgelte in Rechnung. Selbstverständlich muss das Unternehmen in der Lage sein, die DSL-Anschlüsse mit einer finanziellen Differenz wiederzuverkaufen, die ihnen zulässt, effizient zu wirtschaften und dabei noch einen Gewinn zu machen.

Ob die Höhe der Entgelte, die bislang 11,5 Prozent Nachlass auf den Endkundenpreis gewährten, zu hoch sind, hätte die Bundesnetzagentur (ehemals Regulierungsbehörde) entscheiden sollen. Doch kurz vor dieser Entscheidung lenkte die Dt. Telekom ein. Sie hatte Anfang der letzten Woche mit Wirkung zum 01. Juni ein Angebot vorgelegt, das 20 Prozent Nachlass auf den Endkundenpreis enthält. Dadurch sah die Bundesnetzagentur keinen Regulierungsbedarf mehr und stellte die Überprüfung der Resale DSL-Entgelte ohne konkrete Entscheidung ein. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, sagte dazu: „Mit den neuen Resale DSL-Entgelten und der Ende Mai getroffenen Untersagung des NetRental-Modells (Telespiegel-News vom 22.05.2006) herrschen nun wieder klare Bedingungen für den Wiederverkauf von DSL-Anschlüssen der Telekom, die einen chancengleichen Wettbewerb ermöglichen.“

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) kritisierte die kurzfristige Vorlage des neuen Angebots der Dt. Telekom. Er wirft dem Ex-Monopolisten vor, Ressourcen der Bundesnetzagentur unnötig zu gebrauchen, denn die Dt. Telekom habe der Bundesnetzagentur zugemutet, ein Verfahren zu eröffnen und bis zur Beschlussfindung durchzuführen, um dann wenige Tage vor einer Entscheidung endlich ein Angebot vorzulegen. Zu bedenken gibt der VATM auch, dass die einmaligen Entgelte, zum Beispiel bei der Einrichtung eines DSL-Anschlusses bei dem Kunden, nicht durch die Bundesnetzagentur geprüft worden seien.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


20 − sechzehn =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Neue WhatsApp-Funktion – ersehnte Bearbeitungs-Option bald verfügbar?

Neue WhatsApp-Funktion

Ersehnte Bearbeitungs-Option bald verfügbar?

WhatsApp bringt voraussichtlich bald eine neue Funktion, über die sich viele User sicherlich freuen. Eine Beta-Version gibt einen Hinweis darauf, dass es bald möglich sein soll, bereits versendete Nachrichten zu bearbeiten. Wann das neue Feature verfügbar ist, ist noch nicht bekannt. […]

Cyberkriminalität – Bankkunden um mindestens 4 Millionen Euro betrogen

Cyberkriminalität

Bankkunden um mindestens 4 Millionen Euro betrogen

Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Köln und der Staatsanwaltschaft Verden ist dem BKA heute ein Schlag gegen Cyberkriminelle gelungen. Die drei Beschuldigten sollen gemeinsam Bankkunden um insgesamt mindestens 4 Millionen Euro betrogen haben. Ihnen wird unter anderem Computersabotage in besonders schwerem Fall vorgeworfen. […]

Kaspersky warnt Android-User – trojanisierte Apps im Google Play Store

Kaspersky warnt Android-User

Trojanisierte Apps im Google Play Store

Kaspersky hat eine Sicherheitswarnung aufgrund einer schädlichen Kampagne im Google Play Store veröffentlicht. Mehr als 109 Apps sollen mit dem Harly-Trojaner infiziert sein, der ohne Wissen des Nutzers kostenpflichtige Abonnements abschließt. […]

Kampf gegen graue Flecken – Telekom, Telefónica & Vodafone kooperieren

Kampf gegen graue Flecken

Telekom, Telefónica & Vodafone kooperieren

Die drei aktiven Netzbetreiber Telekom, Telefónica und Vodafone treiben den Kampf gegen sogenannte graue Flecken voran. Durch Network-Sharing soll die Mobilfunkversorgung insbesondere in ländlichen Gebieten Deutschlands wesentlich verbessert werden. […]