Häufig unsicher – Studie analysiert 32 Millionen Passwörter

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Ein Passwort, so raten Experten, sollte aus einer Kombination von mindestens acht Ziffern, großen sowie kleinen Buchstaben und Sonderzeichen bestehen und es sollte kein logischer Begriff sein. Viele Internetnutzer halten sich aber nicht an diesen guten Rat. Sie schützen Online-Accounts, Daten und Konten mit einem einfach zu erratenden Passwort. Spezielle Programme benötigen meist nur Sekunden, um diese Passworte zu knacken.

Schon häufiger wurden Studien darüber veröffentlicht, wie Nutzer ihre Zugänge schützen. Den Studien lagen meist Befragungen der Nutzer zugrunde. Das Sicherheitsunternehmen Imperva hat andere Quellen verwendet. Es analysierte eine Liste mit 32 Millionen Passworten, die im Dezember 2009 bei einer Phishing-Attacke ergaunert und in dem Internet veröffentlicht worden waren. Sie erlaubt einen unverfälschten Einblick in die Art, wie Nutzer ihre Passworte vergeben und wie stark diese Passworte sind.

Ebenso wie in vorhergegangenen Studien war das Ergebnis alarmierend. Die Experten des Imperva Application Defense Center (ADC) fanden heraus, dass viele Passworte zu kurz und zu einfach waren. Rund 30 Prozent der Nutzer wählten ein Passwort, das aus weniger als sieben Zeichen bestand. Rund 60 Prozent der Nutzer wählte ein kurze Ziffernfolge und rund 50 Prozent logische Worte und Kombinationen. Auch hatte mehr als die Hälfte der Nutzer das selbe oder ein sehr ähnliches Passwort für den Schutz mehrerer Accounts verwendet.

Das mit Abstand am häufigsten verwendet Passwort war die Ziffernfolge 123456, gefolgt von ähnlichen Ziffernkombinationen. Auf Platz 4 der am häufigsten verwendeten Passworten lag das Wort Passwort, auf Platz 5 iloveyou und auch die darauf folgenden Plätze wurden von Namen und logischen Kombinationen belegt. Nur 0,2 Prozent der gephishten Passworte hielten die Experten für nicht zu bemängeln.

Die Experten rechnen vor, dass ein Hacker, der die 5000 am häufigsten verwendeten Passworte für eine Attacke nutzen würde, 0,9 Prozent der Accounts bei dem ersten Versuch knacken könnte. Er wäre also bei jedem 111. Versuch erfolgreich. Angenommen der Hacker verfüge über einen breitbandigen Internetanschluss, könnte er in weniger als 17 Minuten 1000 Accounts knacken, führt Imperva aus. Die Sicherheitsexperten raten den Usern eindringlich, sichere Passworte auf Basis der Empfehlungen zu erstellen.

Update 15.04.2016

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