Drosselung am DSL-Anschluss – Telekom erhöht reduzierte Bandbreite

Telekom

Vor einigen Wochen kündigte die Telekom neue Modalitäten ihrer DSL-Tarife an. Neukunden, die nach dem 02. Mai 2013 einen DSL-Vertrag mit Internetflatrate beauftragen und auch Bestandskunden, deren Anschluss auf All-IP (Internettelefonieanschluss) umgestellt wird, seien davon betroffen, erklärte der Telekommunikationsanbieter.

Man plane, die neue Regelung im Jahr 2016 umzusetzen. Dann würden die maximalen Übertragungsgeschwindigkeiten an den DSL-Anschlüssen der Kunden ab einem gewissen Datenvolumen pro Abrechnungszeitraum beschränkt. (telespiegel-News vom 23.04.2013) Bestimmte Dienste seien von dem Datenvolumen allerdings ausgenommen.

Dafür erhielt die Telekom viel Kritik. In dem Internet diskutierten erboste Internetnutzer die Pläne des Unternehmens, das den Beinamen „Drosselkom„ erhielt. Die Kunden sehen sich in ihrer Möglichkeit beschränkt, ihre Datenflatrates unbegrenzt zu verwenden, wenn sie nicht bereits sind, einen Aufpreis zu bezahlen, und befürchten eine Beeinträchtigung der Netzneutralität. Auch aus der Politik wurde die Telekom kritisiert.

Am heutigen Mittwoch kündigte die Telekom an, man werde die Geschwindigkeit der DSL-Anschlüsse nicht auf 384 Kbit/s, sondern auf 2 Mbit/s senken, wenn die Drosselungsgrenze erreicht sei. Das gelte auch für Verträge, die seit dem 02. Mai abgeschlossen wurden. Ohnehin seien sowohl die reduzierte Geschwindigkeit als auch die Inklusivvolumina dynamische Werte, sie seien „nicht in Stein gemeissselt„.

"Wir haben in den vergangenen Wochen einen intensiven Dialog mit unseren Kunden geführt und die Sorgen verstanden„, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Es betonte, dass es ab 2016 weiterhin Flatrates ohne Drosselung für Vielnutzer geben werde, die teurer sein werden als die Tarife für Normalnutzer. Die Sorge um die Netzneutralität hat die Telekom also offensichtlich nicht verstanden, oder sie hat sie bisher ignoriert.

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