Blackberry – Befreiungsschlag mit Android

BlackBerry

Blackberry galt vor einigen Jahren zumindest für Unternehmen als das Nonplusultra für Mobilfunkgeräte. Der Grund war einfach und zugleich wichtig: Als nahezu einziges Betriebssystem bot Blackberry eine sichere Abgrenzung zwischen Handy und Firmen-IT. Hinzu kommt, dass die ersten Smartphones eine kleine Tastatur enthielten, was allen mit Abneigung zum Fingertippen entgegen kam. Allerdings hat die Konkurrenz von Apple, Samsung sowie den Mittelklassenherstellern Blackberry nicht nur angegriffen, sondern hinter sich gelassen. Das soll sich nun ändern – mit einem Smartphone, das auf Android läuft.

Blackberry Priv kommt

Der Entwicklername war Blackberry Priv, wobei die Abkürzung für „Private„ und „Privilege„ stehen soll. Inzwischen hat Blackberry bestätigt, dass dieses Smartphone als Blackberry Priv (Blackberry Venice) im November in den USA auf den Markt kommt. Ob es parallel auch in Europa zu kaufen sein wird, muss sich noch zeigen. Preislich wird das Gerät vermutlich zwischen 600 und 700 Euro kosten.

Blackberry wirbt damit, dass Priv ein Android-Phone mit einer Tastatur ist. Entsprechend kann wie immer eine kleine Tastenleiste aus dem Gerät ausgezogen und genutzt werden. Hier verbinden sich Android-System und die klassische Blackberry-Bauweise. Aber auch technisch ist das Blackberry Priv interessant. So soll es eine Auflösung in HD mit 2.560 x 1.440 Pixeln erreichen, eine 5,4 Zoll Diagonale mit abgerundeten Ecken besitzen und von einem sechskernigen Snapdragon mit 1,8 GHz angetrieben werden. Die Kamera verfügt über 18 Megapixel und als Betriebsversion soll ein um nur wenige Blackberry-Sicherheitsfeatures erweitertes Android hinterlegt sein. Welche das sind, ist noch unklar.

Blackberry – zurück im Geschäft?

Ob Blackberry mit dem Android-Smartphone tatsächlich einen Coup landen kann, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen hat es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, große Nutzermassen an sich zu binden. Es wird schwer, dieses Versäumnis mit einem einzigen Handy nachzuholen. Zudem wird das Priv auch mit Blackberry-OS angeboten. Eine reine Abkehr vom eigenen Betriebssystem ist offensichtlich nicht vorgesehen. Im Gegenteil: Im kommenden Jahr soll es ein Update des Blackberry OS geben.

Update 25.01.2016

Blackberry Priv – Android-Smartphone mit Tastatur vorgestellt

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


15 − 8 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Apple-Neuheiten - Apple Watch Series 6, iPad Air und Co. vorgestellt

Apple-Neuheiten

Apple Watch Series 6, iPad Air und Co. vorgestellt

Am Dienstagabend stellte Apple-Chef Tim Cook die neusten Geräte des US-amerikanischen Unternehmens vor. Dazu zählen insbesondere die Apple Watch Series 6 sowie das iPad Air. Wann genau das iPhone 12 vorgestellt wird, ist noch nicht bekannt – es dürfte allerdings nicht mehr lange dauern. […]

Cyberkriminalität – Die Gefahr im Netz wird von vielen unterschätzt

Cyberkriminalität

Die Gefahr im Netz wird von vielen unterschätzt

Eine Umfrage von Kaspersky hat ergeben, dass von vielen Internetnutzern die Gefahr unterschätzt wird, die dort lauert. Viele sehen sich selbst nicht als attraktives Ziel für Cyberkriminelle. Dabei wird insbesondere im Unterhaltungsbereich das Risiko eines kriminellen Angriffs unterschätzt. […]

Verbraucherschutz – Sonderkündigungsrecht bei geringer Preiserhöhung

Verbraucherschutz

Sonderkündigungsrecht bei geringer Preiserhöhung

Auch bei einer geringen Preiserhöhung müssen Anbieter von TV, Internet und Telefon, ihren Kunden ein Sonderkündigungsrecht einräumen. Dies wurde bereits vom OLG Frankfurt am Main entschieden. Ein Vergleich zwischen der Verbraucherzentrale Brandenburg und der Tele Columbus bestärkt nun dieses Recht. […]

Strom- und Gasversorger – Wechselkunden könnten es bald schwer haben

Strom- und Gasversorger

Wechselkunden könnten es bald schwer haben

Laut Recherche des NDR und der Süddeutschen Zeitung haben die Schufa und die Wirtschaftsauskunftei CRIF Bürgel Datenbanken entwickelt, in welchen branchenweit Vertragsdaten der Kunden gespeichert werden sollen. Eine Diskriminierung wechselfreudiger Kunden wird befürchtet. […]