Signal-Messenger – WhatsApp-Alternative knackt 50 Millionen-User-Marke

Signal-Messenger – WhatsApp-Alternative knackt 50 Millionen-User-Marke

Der Nachrichtendienst Signal, der als sicherster Messenger gilt, erfreut sich in letzter Zeit immer größerer Beliebtheit. Nun hat Signal die 50 Millionen-Nutzer-Marke im Google-Play-Store geknackt. Dass dieser Chatdienst von immer mehr Personen genutzt wird, könnte unter anderem auf die neuen Datenschutzregeln zurückzuführen sein, die WhatsApp bald einführt.

telespiegel Tipp: Die besten Whatsapp Alternativen

Weshalb ist Signal so beliebt?

Der Messenger ermöglicht ein sicheres und anonymes Chatten und wird unter anderem von Edward Snowden empfohlen. Da viel Wert auf die Privatsphäre der User gelegt wird, wird neben dem eigentlichen Gespräch auch der Absender der Nachricht verschlüsselt. Dieser wird durch ein zeitlich begrenztes Zertifikat ersetzt, welches erst beim Empfänger der Nachricht entschlüsselt wird. Auch Bilder, Videos und Dokumente können geteilt werden und sind ebenfalls Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Zudem setzt der Dienst bei der Datensparsamkeit auf das sogenannte „Zero-Knowledge-Prinzip, bei dem der Betreiber keinen Zugriff auf die Nutzerdaten hat. Entwickelt wurde der Signal-Messenger von einer gemeinnützigen Stiftung und finanziert sich bis heute aus Spendengeldern. Der vollständige Quellcode ist öffentlich zugängig.

Welche Funktionen bietet der Messenger?

Wer sich dazu entscheidet in Zukunft Signal statt WhatsApp zu nutzen, muss kaum auf Funktionen verzichten. Denn auch bei Signal ist es beispielsweise möglich, am Desktop zu chatten. Die Desktop-Funktion ist mit MacOS, Linux und Windows kompatibel. Ebenso gibt es auch bei Signal die Möglichkeit, dass sich die Nachrichten nach einiger Zeit selbst zerstören. Seit neustem sind zudem auch Video-Gruppenchats Ende-zu-Ende-verschlüsselt, an denen bis zu fünf Personen gleichzeitig teilnehmen können.

WhatsApp und die neuen Datenschutzrichtlinien

WhatsApp ist mit 2 Milliarden Nutzern weltweit, der am meisten genutzte Nachrichtendienst überhaupt. Bereits vor längerer Zeit kündigte der Chatdienst an, neue Datenschutzrichtlinien einzuführen. Diese beinhalten unter anderem einen verpflichtenden Datenaustausch mit Facebook. Die zunehmende Nutzerzahl von Signal könnte demnach auch auf dieses neue Zwangsupdate zurückzuführen sein. Denn wer den neuen Richtlinien nicht zustimmt, kann die App in Zukunft nicht mehr nutzen. Zunächst war die Einführung der Regeln für den 8. Februar geplant. Nun wurde der Zeitpunkt um rund drei Monate nach hinten auf den 15. Mai 2021 verschoben. Das neue Update sorgt bei vielen Usern für Ärger, weshalb sich auch andere WhatsApp-Alternativen wie Telegram oder Threema über einen immer stärkeren User-Zuwachs freuen.

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