T-One von der Dt. Telekom – Keine günstige Lösung

Telekom

Es hört sich so gut an: Ein Anschluss, ein Telefon, eine Mailbox, eine Rechnung. Und das sogar für bis zu vier Haushaltsangehörige. Mit T-One hat die Dt. Telekom das erste gemeinsame Produkt von T-Com und T-Online seit ihrer Verschmelzung gestartet. (Telespiegel-News vom 01.06.2006) Der Kunde soll mit T-One sein Telefon überall nutzen können, zuhause und unterwegs, eine Idee, die nicht neu ist. Doch ein Blick auf die Preise und Konditionen dieses lockenden Angebots wirkt ernüchternd.

Bei Ansicht der Möglichkeiten von T-One steht der Kunde erst einmal vor dem Scheideweg. Nutzt er T-One auf Basis seines Festnetz-Anschlusses oder des DSL-Anschlusses, für den selbstverständlich ebenfalls ein Festnetz-Anschluss nötig ist und der mindestens ein DSL 2000-Anschluss sein muss? Im letzteren Fall benötigt der Kunde eine DSL-Flatrate von T-Online und verwendet für Telefonate zuhause die Internettelefonie von T-Online. Ist er dann unterwegs, kann er sein Telefon mitnehmen und über die WLAN-Hotspots mit seinem Internettelefonie-Tarif über das Internet telefonieren, natürlich nur über einen der 7000 über das Land verteilten der Dt. Telekom. Ist gerade keiner verfügbar oder der Kunde hat den Festnetz-basierten Tarif ohne Internetnutzung gewählt, soll er einen speziellen Mobilfunktarif nutzen, selbstverständlich ebenfalls von dem magentafarbenen Ex-Monopolisten.

Alles in allem bindet sich der Kunde mit der Wahl des kompletten Paketangebots T-One in allen Bereichen seiner Telekommunikation an die Dt. Telekom, und das für mindestens 24 Monate. Die oftmals günstigeren Produkte anderer Anbieter finden in dieser Kombination keinen Platz. Eine Aufstellung der anfallenden monatlichen Grundgebühren für das T-One-Paket sei der Übersicht der Gesprächsgebühren für die Tarife One Talk vorangestellt.

Zuhause telefoniert der Kunde zu den Konditionen des gewählten Festnetz-Tarifs von T-Com beziehungsweise den Gesprächsgebühren der Internettelefonie von T-Online. Doch ist der Kunde unterwegs und kann nicht mit einem der WLAN-Hotspots verbunden werden, fallen die Gebühren des Tarifs One Talk an, den der Kunde gewählt hat. Den gibt es in vier Varianten mit unterschiedlich großen Kontingenten. Die enthaltenen Freiminuten können für Anrufe in die nationalen Telefonnetze verwendet werden. (Die aufgeführten Preise gelten nicht für Sonderrufnummern.) Will der Kunde auch unterwegs und am Hotspot unter seiner Festnetznummer erreichbar sein, wird eine nicht unerhebliche Anrufweiterschaltungsgebühr fällig.

Rechnerisch kostet eine Freiminute im kleinsten Paket immerhin 40 Cent, im größten 19 Cent. Zu den monatlichen Kosten kommen Bereitstellungsgebühren und der Preis des passenden Telefons, der VoIP-Hardware sowie Versandkosten. Interessenten sollten sich, wenn sie erst einmal die komplizierte Tarifstruktur durchschaut haben, gut überlegen, ob ihnen die Bequemlichkeit dieser Dual Phone-Lösung bestehend aus Festnetz und Mobilfunk (und Internettelefonie) der Preis wert ist. Schließlich gibt es von Mobilfunk-Anbietern bereits kostengünstigere Lösungen, um an jedem Ort über nur ein Telefon erreichbar zu sein und preiswert zu telefonieren.

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