Förderung des Breitband-Ausbaus – 100.000 neue Anschlüsse in Niedersachsen

dsl

Nicht überall in Deutschland sind schnelle Internetanschlüsse per DSL verfügbar. In vielen sogenannten weißen Flecken müssen Anwohner und auch Firmen weiterhin mit sehr langsamen Internetanschluss zurecht kommen. Als einzige breitbandige DSL Alternative stehen dort Anschlüsse per DSL über Satellit zur Verfügung.

Doch flächendeckende Breitbandanschlüsse sind eine technische Voraussetzung für die Vernetzung von Unternehmen, Verwaltungen und Privathaushalten im Zeitalter der Digitalisierung. Deswegen möchte die Bundesregierung den Breitbandausbau ankurbeln. Im Rahmen des Konjunkturpakt II kündigte die Bundesregierung an, dass bis Ende 2010 jedem Bürger mindestens ein Megabit Bandbreite (vergleichbar mit einem DSL 1000-Anschluss) zur Verfügung stehen soll.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Bundesregierung bereits, in den Breitbandausbau zu investieren. Das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr teilte mit, dass Ergebnis der Ausschreibung von drei sogenannten Breitband-Clustern in Niedersachsen. Als einziges Bundesland hat Niedersachsen seine bisher unterversorgten Landkreise zu drei großen Gebieten, sogenannte Breitband-Cluster (engl.: Anhäufung bzw. Zusammenballung), zusammengefasst. Der Zuschlag für alle drei dieser Breitband-Cluster sei erteilt worden.

Das Cluster Heide werde durch die Vodafone D2 GmbH ausgebaut und umfasst die Kreise Soltau-Fallingbostel, Lüneburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg. Zwar erhalten in diesem Gebiet rund 24.000 Haushalte einen schnellen Anschluss, weitere 9000 Haushalte gehen hingegen leer aus.

In dem Cluster Südniedersachsen führt die Dt. Telekom den Ausbau durch. Dazu zählen die Kreise Goslar, Osterode, Göttingen, Northeim, Holzminden, Hameln-Pyrmont und Schaumburg. Dort werden über 41.000 zusätzliche Haushalte in den Genuss des schnellen Internets kommen.

Als dritte Region wird das Cluster Nordwestniedersachsen und Küste durch die EWE TEL GmbH ausgebaut. Von Cuxhaven die Küste entlang an Aurich vorbei bis zum Emsland und dem Landkreis Osnabrück werden ebenfalls knapp 40.000 Haushalte neu angeschlossen. Aber auch in diesem Gebiet bleiben weiterhin 23.000 Haushalte unversorgt.

Insgesamt 24 Millionen Euro Förderung steht den Unternehmen auf Beschluss der Niedersächsischen Landesregierung aus Mitteln des Kommunalen Förderschwerpunktes Breitband im Rahmen der Initiative Niedersachsen für den Ausbau der Breitband-Cluster zur Verfügung. Die Anbieter sollen noch einmal insgesamt 36 Millionen Euro investieren. Zusammen werden so rund 60 Millionen Euro in den Breitbandausbau in Niedersachsen fließen und dadurch mehr als 100.000 neue Breitbandanschlüsse geschaffen. Dieses Ziel wird voraussichtlich 2011 erreicht werden. Orte, die dennoch weiterhin weiße Flecken bleiben, können immerhin noch auf die neue Mobilfunktechnik LTE oder lokale Funknetze kleinerer Funkanbieter hoffen.

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