Telekom – grenzenlos, schneller, besser und teurer?

Telekom - grenzenlos, schneller, besser und teurer?

Heute geht in Barcelona der Mobile World Congress zu Ende. Neben vielen neuen Geräten stellen dort große Anbieter auch Zukunftsvisionen vor. Die Telekom hat in diesem Rahmen ihre Pläne für die kommenden Jahre bekannt gegeben. Diese umfassen den flächendeckenden LTE-Ausbau, das Mobilfunknetz der 5. Generation und ein Europanetz.

Europanetz für grenzenlose Verbindungen

Das sogenannte Europanetz ist das selbst angebotene Festnetz der Telekom, das in mehreren Ländern zukünftig standardisiert sein soll. Gleiche Technik und gleiche Geräte verspricht der Konzern. Damit sollen ihre verschiedenen Netze in den Ländern Europas zu einem einzigen einheitlich zusammenwachsen. Voraussetzung ist die Umstellung auf IP-Telefonie, wie sie die Telekom derzeit massiv vorantreibt. Nach eigenen Aussagen stellt der Konzern derzeit rund 100.000 Anschlüsse pro Woche auf die neue Technik um. Bis 2018 soll die IP-Technik in allen Telekomnetzen Europas integriert sein. Damit kann der Konzern nicht nur die Hardware standardisieren und Kosten senken. Denn auch die Kunden profitieren, indem sie innerhalb von Minuten auf Knopfdruck Leistungen zusätzlich beziehen und abwählen können.

Schnelleres Mobilfunknetz mit LTE und NGMN

Bis 2020 will die Telekom ihr Mobilfunknetz so ausgebaut haben, dass 95 Prozent der Bevölkerung das schnelle LTE nutzen können. Es geht aber noch schneller. Die Telekom investiert in die Standardisierung und den folgenden Ausbau von Next Generation Mobile Networks (NGMN). Dieser Mobilfunkstandard wird auch 5G genannt und soll UMTS und später LTE zukünftig ablösen. Bis zu 10.000 Mbit/s sind damit möglich.

Die dabei erforderlichen Investitionen in das leistungsstarke Netz könnten für Kunden aber auch einen Preisaufschlag bedeuten. Denn die Kosten für den Ausbau sind immens. Auf der Habenseite steht jedoch ein Datentransfer, der den des Festnetzes deutlich übertreffen wird und dieses möglicherweise irgendwann obsolet werden lässt.

Schneller sollen auch die Breitbandanschlüsse werden. 500 MBit/s sollen dank G.Fast und Super-Vectoring für einen Teil der Kunden bald möglich sein. Beim Breitbandausbau bleiben jedoch weiße Flecken. In diesen Regionen könnte die schnelle Hybridtechnik aus DSL-Anschluss und LTE-Netz greifen, die bereits jetzt verfügbar ist.

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