Mobilfunk – Frequenzauktion bringt 5,1 Milliarden Euro ein

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5.081.236.000 Euro – das ist der Betrag, den die aktuelle Versteigerung der Frequenzen für mobiles Breitband einbrachte. Die Bundesnetzagentur teilte heute mit, dass die Bieterrunde nach 16 Tagen beendet ist. Beteiligt hatten sich Telekom, Vodafone und Telefonica (O2/E-Plus). Alle drei Bieter waren erfolgreich und konnten Teile der Frequenzen ersteigern. Erforderlich waren 181 Bietrunden.

Die versteigerten Frequenzen

Versteigert hatte die Bundesnetzagentur Megaherz-Blöcke innerhalb von vier Frequenzbändern: 700, 900, 1500 und 1800 MHz. Diese Frequenzen können unterschiedlich genutzt werden. Viele nun ersteigerte Blöcke sind für eine Optimierung des mobilen Internetangebotes nutzbar. Allerdings müssen die Mobilfunkunternehmen dabei eine Versorgung von 98 Prozent der Bevölkerung und eine Bandbreite von 50 MBit/s pro Antennensektor erreichen, was für den einzelnen Nutzer rund 10 MBit/s bedeuten würde.

Die versteigerten Blöcke im Frequenzband um 700 MHz sind derzeit noch durch das DVB-T-Angebot der Fernsehsender blockiert. Diese werden in den kommenden Jahren aber auf DVB-T2 umstellen und dabei andere Sendefrequenzen nutzen. Auf dem 700er-Band werden die Mobilfunkanbieter dann nach und nach neue Kapazitäten für bestehende LTE-Angebote schaffen.

Die versteigerten Frequenzen im 900er-Band und im 1800er-Band werden bereits jetzt von allen drei Bietern für GSM– und mobiles Internet genutzt. Allerdings laufen die Lizenzen Ende nächsten Jahres aus, sodass die Bieter die einzelnen Blöcke neu ersteigern können bzw. müssen. Es ist zu erwarten, dass die Anbieter im Frequenzbereich 900 MHz weiterhin GSM anbieten, während der Frequenzbereich um 1800 MHz eher für den LTE-Ausbau benötigt wird.

Der versteigerte Frequenzbereich innerhalb des 1500er-Bandes ist aktuell noch ungenutzt. Hiermit werden die Anbieter vermutlich den Downstream aus anderen Frequenzbereichen aufstocken, sodass die Leistung insgesamt gesteigert werden kann.

Das erhalten die Mobilfunkunternehmen

Telefonica hatte gestern den Ausstieg aus den laufenden Frequenzversteigerungen angekündigt. Danach ging es relativ schnell. Telefonica konnte sich trotz vorzeitigem Ausstieg Frequenzen für knapp 1,2 Mrd. Euro sichern. Das Unternehmen erhält je zweimal eine 10-MHz-Frequenz in den Bändern 700, 900 und 1800 MHz. Die Telekom zahlte für Ihre Frequenzen knapp 1,8 Mrd. Euro und erhält zweimal 10 MHz im Frequenzband 700 MHz, je zweimal 15 MHz in den Bändern 900 und 1800 sowie 25 MHz im 1500 MHz-Band. Vodafone zahlte etwas mehr als zwei Mrd. Euro für je zweimal 10 MHz im 700- und 900er-Band, zweimal 25 MHz im Frequenzband 1800 MHz sowie 20 MHz im 1500er-Band.

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