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Rufnummernportierung, Rufnummernmitnahme bei Anbieterwechsel, MNP

Sie möchten von einem Mobilfunk-Anbieter zu einem anderen wechseln, ohne dass Sie Ihre bei Freunden und Geschäftspartnern bekannte Handy Nummer abgeben müssen? Dann ist die Rufnummernportierung (Rufnummernmitnahme) im Mobilfunk, die Mobile Number Portability (MNP), die Lösung. Rufnummern können seit dem Jahr 2002 auch im Mobilfunk portiert werden, die Rufnummernmitnahme Festnetz (LNP) war bereits länger möglich.

Was ist MNP?
Läuft der Handyvertrag mit dem jetzigen Mobilfunk-Anbieter aus, kann man gewöhnlich seine bisherige Nummer samt Mobilfunk Vorwahl bei Vertragsabschluss mit einem anderen Anbieter in den neuen Handytarif übernehmen. Auch die Telefonnummer des netzinternen Anrufbeantworters bleibt die selbe. Lediglich die vom jeweiligen Anbieter vorgegebene Kurzwahl der Mailbox und Servicenummern des Netzbetreibers ändern sich. Auf Wunsch können ebenso Daten- und Faxnummern portiert werden.
Die Mobilfunkanbieter sind verpflichtet, ihren Kunden die Portierung ihrer bisherigen Rufnummer zu ermöglichen. Jedoch sind die Mobilfunkprovider nicht verpflichtet, die bisherige Rufnummer eines Neukunden aufzunehmen.

Wann kann ich meine Nummer portieren?
Die Rufnummernmitnahme (MNP) ist nur mit der Kündigung Ihres bestehenden Vertragsverhältnisses mit Ihrem Mobilfunkanbieter möglich. Auch Kunden mit Prepaidkarte können den Anbieter wechseln und eventuell ihre Nummer portieren. Der Antrag auf Rufnummernmitnahme muss bei dem gewünschten Anbieter frühestens 123 Tage vor und bis spätestens 30 Tage nach diesem Termin gestellt werden. Da Laufzeitverträge üblicherweise automatisch verlängert werden, muss der bestehende Vertrag gekündigt werden.

Wie kündige ich den bestehenden Vertrag richtig?
Der bestehende Handyvertrag muss rechtzeitig und möglichst schriftlich von dem Kunden gekündigt werden. Solange keine ordnungsgemässe Kündigung bei dem bisherigen Mobilfunkanbieter durchgeführt worden ist, kann die Rufnummer nicht mitgenommen und der dazu gehörige Neuauftrag nicht entgegen genommen werden.
Auch Prepaidkunden ist die Mitnahme der Rufnummer bei Wechsel zu einem anderen Anbieter möglich. Diese müssen bei dem bisherigen Anbieter eine Verzichtserklärung unterschreiben. Ein eventuell per SIM-Lock gesperrtes Mobiltelefon sollte entsperrt werden, damit die neue SIM-Karte genutzt werden kann.

 

Wie portiere ich meine Mobilfunknummer?
Üblicherweise erhalten Sie innerhalb weniger Tage nach der Kündigung des Vertrages eine schriftliche Kündigungsbestätigung von Ihrem bisherigen Mobilfunkanbieter. Mit dieser Bestätigung als Nachweis kann bei dem neuen Anbieter ein Vertrag mit gleichzeitigem Beantragung auf Rufnummernportierung (MNP) abgeschlossen werden. Sämtliche Angaben des Kunden müssen mit den Daten des Altvertrags übereinstimmen. Eine neue SIM-Karte wird Ihnen zugeschickt, die Übernahme Ihrer bisherigen Mobilfunknummer auf Ihre neue Karte kann entsprechend der am 09.05.2012 in Kraft getretenen TKG-Novelle auch schon vor Vertragsende bei dem bisherigen Anbieter geschehen.

Und was ist mit meiner Mailbox?
Selbstverständlich wird bei einer Rufnummernportierung auch die Mailboxnummer portiert. Jedoch muss der neue Anbieter eine neue Mailbox einrichten. Gespeicherte Mailboxnachrichten und Einstellungen sind deshalb nach der Portierung nicht mehr vorhanden. Die Durchwahl zu seiner Mailbox nach dem Format Vorwahl-xx-Rufnummer (beispielsweise 0172-55-1234567) muss der Kunde entsprechend seines ehemaligen Netzbetreibers eingeben: von Telekom Vorwahl-13-Rufnummer, von Vodafone Vorwahl-55-Rufnummer, von o2 Vorwahl-33-Rufnummer, von E-Plus Vorwahl-99-Rufnummer.

Welche Kosten entstehen mir, wenn ich meine Rufnummer portiere?
Möchten Sie zu einem anderen Anbieter wechseln, verlangt der bisherige Mobilfunkanbieter wahrscheinlich eine Gebühr für die Rufnummernmitnahme. Die Netzbetreiber und Mobilfunk-Provider erheben unterschiedliche Abgaben, die Gebühr darf aber höchstens 30,72 € betragen. Das ist eine Vorgabe der Bundesnetzagentur, die aufgrund einer Festlegung des Europäischen Gerichtshof gemacht wurde. Selten verlangen Provider eine Gebühr, wenn mit der gewohnten Nummer zu ihnen gewechselt wird. In der Tabelle ist der Preis für die Rufnummernmitnahme von den vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern aufgeführt.
Die Kosten werden von einigen Anbietern bei Vertragsabschluss und einer Portierung zu ihnen im Rahmen eines “Wechselbonus” faktisch erstattet.

Wie erfahre ich, ob ich in ein Fremdnetz telefonieren muss, um meinen Gesprächspartner zu erreichen?
Da nun nicht mehr anhand einer der Handyvorwahlen zu erkennen ist, in welchem der Mobilfunknetze die Zielnummer zu erreichen ist, haben die Anbieter eine Regelung geschaffen, die dem Kunden ermöglichen festzustellen, ob sein Gespräch in ein Fremdnetz vermittelt wird. Denn dafür fallen in einigen Handytarifen höhere Kosten als für ein netzinternes Telefonat an und auch für Handy-Flatrate-Nutzer ist dies relevant. Die bestehenden Abfragemöglichkeiten der Mobilfunknetzbetreiber und die damit verbundenen Kosten sind in einer Tabelle dargestellt.

Netzbetreiber

Abfragemöglichkeit

Kosten

Telekom

per Anruf bei 4387 (aus dem Telekom-Netz)

kostenlos

SMS an Rufnummer 4387 (aus dem Telekom-Netz)

nach Tarif

01805-001133

nach Tarif

Vodafone

per Anruf bei 12313 (aus dem Vodafone-Netz)

kostenlos

0800-5052090

kostenlos

E-Plus

per Anruf bei 10667 (aus dem E-Plus-Netz)

kostenlos

o2

SMS “NETZ Rufnummer” an 4636 (aus o2-Netz)

kostenlos

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Letzte Bearbeitung Rufnummernmitnahme / Rufnummernportierung: 07.02.2014, Angaben ohne Gewähr

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