Frequenzvergabe – mobiles Breitband zukünftig noch besser

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Die Bundesnetzagentur hat die Zulassung zur Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen gestartet. Interessierte Unternehmen können sich bis zum 6. März 2015 für die Versteigerung bewerben. Für Nutzer bedeuten die neuen Frequenzen eine flächendeckende Grundversorgung mit schnellem mobilen Internet.

Welche Breitband-Frequenzen werden versteigert?

In dem von der Bundesnetzagentur eröffneten Verfahren geht es vorrangig um die Versteigerung der aktuellen DVB-T-Frequenzen um 700 MHz. Diese sollen zukünftig Mobilfunkunternehmen nutzen, um Kunden flächendeckend ein schnelles Internet anbieten zu können. Dabei müssen die Unternehmen gewährleisten, dass die Leistung der Sendemasten mindestens 50 MBit/s betragen. Da diese Leistung allen Nutzern im Antennensektor parallel zur Verfügung steht, ist diese Bandbreite jedoch nur ein theoretischer Wert. Dennoch soll die Mindestgeschwindigkeit für jeden Nutzer 10 MBit/s betragen. Das ist Auflage der Bundesnetzagentur für die Versteigerung. Ebenso sind alle Strecken an ICE-Verbindungen und Autobahnen abzudecken.

Die bisherige DVB-T-Technik soll ab 2017/2018 im Zuge der Neuvergabe der Frequenzen auf DVB-T2 umgestellt werden. Das neue Sendeformat ermöglicht mehr Programme auf weniger Frequenzbreite. Dadurch sind andere Empfangsgeräte erforderlich, die dann über eine andere Sendefrequenz angesprochen werden.

Die Versteigerung soll im zweiten Quartal 2015 stattfinden. Die Bundesnetzagentur erwartet Einnahmen von knapp 1,5 Mrd. Euro.

Neue Frequenzen – flächendeckende Versorgung?

Im Vorfeld mussten mehrere Probleme ausgeräumt werden. So nutzen teilweise Mikrofone und eben die TV-Sender die Frequenzen. Beide weichen zukünftig aus. Dennoch wird die flächendeckende Verfügbarkeit von einem „mobilen Breitbandinternet„ ein Traum bleiben. Angestrebt sind zwar eine beeindruckende Netzabdeckung von 97 % in jedem Bundesland und 98 % bundesweit. In ländlichen Regionen kann es jedoch weiterhin zu weißen Flecken kommen, in den das Angebot nicht verfügbar ist.

Welche Alternativen haben Nutzer?

Nutzer können allerdings auch in solchen Regionen mit weißen Flecken ein schnelles Internet nutzen. Eine der möglichen DSL-Alternativen zu Breitbandkabel und mobilen Angeboten ist DSL per Satellit. Diese Technik steht faktisch überall zur Verfügung, wo keine baulichen oder natürlichen Hindernisse den Satellitenempfang stören. DSL per Satellit steht in einer Geschwindigkeit von 16 MBit/s bereits ab ca. 30 Euro im Monat zur Verfügung. Weitere Bandbreiten sind verfügbar.

Update 19.06.2015

Mobilfunk – Frequenzauktion bringt 5,1 Milliarden Euro ein
Die Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur endetet am 19.06.2015. Telefonica, Telekom und Vodafone boten insgesamt knapp 5,1 Mrd. Euro auf verschiedene Frequenzblöcke im Mobilfunknetz, mit denen insbesondere die LTE-Abdeckung ausgebaut werden soll. Das Gebot ist an Auflagen gebunden.

Mehr Informationen

DSL Vergleich
Kabel Internet
Internetzugang über LTE

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